Hallo? Ist hier jemand? Ich bin an einem leeren Strand und frage mich, wie ich hier hingekommen bin. Eben war ich nicht hier, da bin ich mir sicher, aber wo ich davor war, weiß ich auch nicht mehr. Ich bin alleine und weiß nicht mehr, wie spät es ist oder welchen Tag wir haben. Neben mir liegt ein altes Boot und es sieht schon ziemlich überwuchert aus. Was ich mich frage ist, ob man es noch benutzen kann? Ich versuche, es ein bisschen von den ganzen Pflanzen frei zu bekommen, doch ich scheitere. Es ist, als ob die Pflanzen nicht wollten, dass ich das Boot benutze. Ich gucke in die Ferne , aufs Meer, und versuche irgendjemanden zu entdecken. Ich versuche es verzweifelt, aber die Ferne ist nur noch verschwommen. Es sind Fußstapfen im Sand, aber niemand ist in der Nähe. Ich will hier weg, ich will nicht länger alleine und hier sein. Ich gucke mich um und schreie: ,,Kann mich irgendjemand hören?! Ich will hier weg , lasst mich raus!“ Ich bin verzweifelt und fange an zu weinen. Wieso bin ich überhaupt hier? Die Gischt vom Meer spritzt immer doller zu mir und es regnet immer doller. Durch den Regen wird der Sand immer matschiger. Ich bin patschnass und plötzlich, als ich immer mehr verzweifle… höre ich jemanden. Eine liebevolle Stimme. Aber wo ist sie? Ich rufe: ,,Hallo?“ Doch niemand antwortet. Ich bin am Ende und lasse mich einfach in den Sand fallen, dabei schaue ich zum Himmel hinauf. Und langsam wird um mich herum alles immer verschwommener und ich werde ohnmächtig…

Geschrieben von Joana aus der 6c

4 thoughts on “Das alte Boot und der verlassene Strand”

  1. Wow, Joana…. was schlummert da in dir? Du schreibst großartig, du hast mich berührt. Dein Text, wie bereits Gitte geschrieben hat, läßt nicht eindeutig erkennen, ob du als Autorin diese Gefühle hast oder ob du es geschafft hast, deine Figur so lebensecht erscheinen zu lassen. Aber was auch immer es ist, du kannst unfassbar gut schreiben und ich würde mich freuen noch mehr von dir zu lesen. Danke für den tollen Moment mit deinem Text. Jenny

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